Von Natur aus sind alle schlank



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In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war es Mode, alle Menschen von Natur aus als gleich zu betrachten. Das war eine nachvollziehbare Gegenbewegung zu den Jahrzehnten davor, als stark zwischen wertvollen und wertloseren Menschen unterschieden wurde.

Doch wie so oft wurde auch bei der Gleichmacherei das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

Alle Menschen sind zwar gleich wertvoll, aber sie sind nicht von Natur aus gleich.

So wie Menschen unterschiedliche Haarfarben haben, haben sie auch einen unterschiedlichen Körperbau.

Es gibt Menschen, die sehr feingliedrig gebaut sind und Menschen, die eher grobknochig sind. Man bezeichnet diese Körperbautypen auch als leptosom (die Feingliedrigen) oder pyknisch (die grobknochigen).

Die Leptosomen nehmen kaum zu, auch wenn sie jede Menge kalorienreiche Nahrung essen.

Die Pykniker hingegen werden meistens mindestens mollig, selbst wenn sie kaum etwas essen. Ihr Grundumsatz liegt häufig etwas niedriger als der Grundumsatz der Leptosomen. Außerdem werden die Fettpolster der Pykniker bei Nahrungsüberschuss größer als die der Leptosomen.

Natürlich gibt es auch Menschen, die in der Mitte der Extreme liegen. Die meisten Menschen liegen irgendwo zwischen pyknisch und leptosom.

Der grundlegende Körperbau ist angeboren und kann nicht verändert werden.

Wenn man seine Figurziele ohne Berücksichtigung des eigenen Körperbau setzt, kann man sich mitunter sehr schaden.

Menschen, die natürlicherweise mollig sind, fügen Ihrem Körper und ihrem Wohlbefinden starken Schaden zu, wenn sie sich auf Model-Maße runter hungern wollen.

Das gleiche gilt für zartgliedrige Menschen, die mit Gewalt mehr Fett ansetzen wollen und dafür besonders fettreich und süß essen.

Allerdings kann man innerhalb der Möglichkeiten seines Körperbautyps durchaus sein Gewicht verändern. Jemand mit molliger Veranlagung braucht nicht stark übergewichtig bleiben, wenn er stark zugenommen hat. Er kann durchaus abnehmen, aber das persönliche Optimalgewicht erreicht er eher, wenn er leicht mollig ist anstatt gertenschlank.

Wenn man nicht weiß, was für einen Körperbautyp man hat, kann man sich seine Eltern ansehen. Meistens erbt man seinen Körperbau von den Eltern oder Großeltern.




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