Abnehmen kann man nur mit dem Fettverbrennungspuls

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Bei Sportkursen und Fitnessgeräten wird häufig empfohlen, mit dem sogenannten Fettverbrennungspuls zu trainieren, um zu einem möglichst hohen Prozentsatz Fett zu verbrennen.

Doch, was hat es mit diesem Fettverbrennungspuls auf sich, hilft der Fettverbrennungspuls tatsächlich beim Abnehmen und ist es sinnvoll, so zu trainieren?

Beim normalen Energieverbrauch im Körper durch Bewegung wird immer sowohl Zucker als auch Fett verbrannt. Dabei werden die Bestände genutzt, die sich direkt im Muskel befinden. Erst später füllt der Körper die Muskelbestände wieder aus dem Blutzucker und den Fettpolstern auf. Dabei spielt es kaum eine Rolle, welcher Nährstoff bei der Bewegung stärker verbraucht wurde, denn beide Nährstoffarten können ineinander umgewandelt werden.

Im Ruhezustand holt sich der Körper und die ruhenden Muskeln die Energie fast ausschließlich durch Fettverbrennung. Aber der gesamte Energieverbrauch ist dabei sehr gering.

Bei moderater Bewegung, wenn die Herzfrequenz zwischen 60% und 70% des Maximums beträgt, also im sogenannten Fettverbrennungsbereich, liegt die Fettverbrennung etwa bei 60% und die Glukoseverbrennung bei 40% des gesamten Energieverbrauchs. Der gesamte Energieverbrauch ist bei dieser ruhigen Bewegung aber immer noch relativ gering. Er beträgt in etwa 8 kcal pro Minute insgesamt. Auf die Fettverbrennung entfallen dann ungefähr 5 kcal pro Minute.

Wenn man hingegen intensiver trainiert, beispielsweise mit 80% der maximalen Herzfrequenz (Cardiobereich), dann liegt der Anteil der Fettverbrennung nur noch bei 40% und der Glukoseverbrennung bei 60%. Doch der gesamte Energieverbrauch ist deutlich höher. Er liegt ungefähr bei 18 kcal pro Minute, sodass auf die Fettverbrennung allein auf etwa 7 kcal kommt.

Die absolute Fettverbrennung ist bei höherer Belastung also höher als bei niedriger. Die noch mehr erhöhte Glukoseverbrennung kommt noch hinzu.

Sport im Cardiobereich ist für das Abnehmen also erheblich effektiver als Sport mit dem Fettverbrennungspuls.

Dennoch hat das Training im Bereich des Fettverbrennungspulses, also relativ langsames Ausdauertraining, für Untrainierte und stark Übergewichtige etliche Vorteile.

Das langsamere Training hält man erheblich länger durch als schnelles, anstrengendes Training.

Für den Bewegungsapparat ist langsames Training deutlich schonender. Es kommt also nicht so leicht zu Muskelkater, Zerrungen, Knieproblemen und dergleichen. In schweren Fällen kann überforderndes Cardiotraining nach einer Weile sogar zu Ermüdungsbrüchen oder Knochendeformationen (Fersensporn) führen. Da Verletzungen zu Trainingsausfall führen, ist das langsame Training insgesamt effektiver.

Wenn man nach einer Weile besser trainiert ist, kann man die Intensität seines Trainings dem Fitnessgrad anpassen.



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